Aktuelle Informationen für unsere Kunden

Die Tafel Wiesbaden stellt aufgrund der Corona-Pandemie ab sofort vorübergehend ihren Betrieb ein. Die Lebensmittelausgabe ist bis zum Ende der Osterferien, d.h. bis zum

18. April 2020

geschlossen.

Die Gesundheit unserer Mitarbeiter/innen und Ehrenamtlichen, die überwiegend zur Risikogruppe gehören, sowie die unserer Tafelnutzer haben für uns oberste Priorität. Aus diesem Grund müssen wir leider zum jetzigen Zeitpunkt diese drastische Maßnahme ergreifen.

Aus heutiger Sicht planen wir, ab Dienstag, den 21. April 2020, unsere Tafelnutzer wieder durch die Ausgabe von Lebensmitteln zu unterstützen.

Wir werden unsere Lieferanten, alle Ehrenamtlichen und unsere Tafelnutzer über die weitere Vorgehensweise über verschiedene Informationskanäle (Homepage www.tafel-wiesbaden.de, Wiesbadener Kurier, Mail und Brief) zu gegebener Zeit unterrichten.

Für Rückfragen stehen wir gern zur Verfügung. Sie erreichen uns unter:                   info@tafel-wiesbaden.de

Wichtig: Kein Tafelkunde wird während der Corona-Krise aus dem System genommen.  Allerdings nimmt die Tafel Wiesbaden in dieser Zeit auch keine Neukunden auf.

Coronavirus: Tafel Wiesbaden droht Schließung

Wiesbadener Kurier 16. März 2020

Von Sina Schreiner, Stellvertretende Redaktionsleiterin Wiesbaden

Am Montag soll sich entscheiden, ob die Wiesbadener Tafel ihre Ausgabe aufrechterhalten kann. Es fehlt zwar aktuell nicht an Lebensmitteln, doch Plastiktüten sind Mangelware.

 

WIESBADEN – Noch ist unklar, wie es für die Tafel Wiesbaden in den kommenden Wochen weitergeht. „Wir müssen genau überlegen, wie wir vorgehen“, erklärt Udo Pfeiffer, Tafel-Vorstand, die Lage aufgrund des Coronavirus. In den vergangenen Wochen haben die Mitarbeiter einige Maßnahmen getroffen, um ihre Helfer und auch die Kunden vor einer Infektion zu schützen.

Bislang konnte die Ausgabe im Stephanuszentrum am Elsässer Platz wie gewohnt aufrecht gehalten werden. „Wir haben unter anderem eine extra Stuhlreihe zwischen dem Ausgabetisch und den Kunden gestellt, um mehr Platz zwischen den Leuten zu schaffen“, so Pfeiffer. Außerdem wurde die Einlasskontrolle verändert, maximal 15 bis 20 Personen durften gleichzeitig in den Ausgaberaum.

Deutschlandweit haben erste Tafeln sich dazu entschlossen, ihren Betrieb einzustellen. Von 949 Vereinen waren das am Freitag 30, weitere werden im Laufe der Woche folgen. Auch in Wiesbaden wird über diesen Schritt nachgedacht. Der Grund: „Wir müssen unsere Ausgabehelfer schützen, viele davon sind älter als 60 Jahre und gehören damit zur Risikogruppe“, erklärt Pfeiffer.

Einen Rückgang an Lebensmittelspenden erleben die Wiesbadener zum Glück nicht. Im Gegenteil, die Lager seien voll, bestätigt Pfeiffer, der selbst einmal wöchentlich Lebensmittel abholt und sie zur Ausgabe fährt.

Plastiktüten werden dringend gesucht

Am Montag soll darüber entschieden werden, wie es weitergeht. Eine Überlegung ist, vorab Plastiktüten zu packen und die Waren darin zu verteilen. „Dann kriegt nicht jeder das, was er möchte, aber die einzige Alternative wäre, die Tafel zu schließen.“ Doch ein Problem gibt es auch bei dieser Variante: „Wir benötigen dringend mindestens 1000 reißfeste Plastiktüten auf Rollen in den Größen 35 bis 60 Liter, um die Lebensmittel künftig an unsere Kunden ausgeben zu können. Sonst müssen wir wahrscheinlich im Laufe der Woche komplett schließen.“

 

 

 

Kommunionkinder sammeln eifrig Spenden

Mit der Aktion „Sammeln für die Tafel Wiesbaden – wir machen den Kollektenkorb groß“ begann unter Federführung von Gemeindereferent Johannes Mockenhaupt die Erstkommunionvorbereitung der Pfarrei St. Birgid. Acht Wochen lang sammelten rund 110 Kinder und ihre Familien Nudeln und Reis, Obst und Gemüse in Dosen und Gläsern, Zucker, Mehl, Reis, Kaffee und Tee sowie Hygieneartikel. Unterstützung gab es von den Gemeindemitgliedern, die eifrig mitsammelten und ihre Spenden an den Wochenenden zu den Gottesdiensten in die Kirchen brachten.

Am vergangenen Wochenende endete die große Spendenaktion. In Gottesdiensten in Herz Jesu Sonnenberg und St. Elisabeth Auringen mit den Kommunionkindern aus allen Kirchorten wurde den Spendern gedankt. Im Anschluss packten alle – Kommunionkinder, Eltern und Gemeindemitglieder – mit an, um die hundert vollgepackten Kisten in den bereit stehenden Lastwagen der Tafel zu tragen. Alle freuten sich über den großen Erfolg der Aktion und die schöne Bescherung der etwas anderen Art so kurz vor Weihnachten.

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